MOPO informiert über Kundgebung im Kontorhausviertel

Auf mopo.de wurde über die Kundgebung am 8. September 2020 berichtet. „Was bisher kaum jemand wusste: Hamburgs Kontorhausviertel, die Gegend rund um das berühmte Chilehaus, war Ende des Zweiten Weltkrieges ein gigantisches Zwangsarbeiterlager. Italienische Militärinternierte hausten hier in Kontorgebäuden des Heinrich-Bauer-Verlags unter furchtbaren hygienischen Bedingungen. Tagsüber mussten sie im nahegelegenen Hafen arbeiten: Sie wurden vornehmlich…

Reden auf der Kundgebung am 8. September 2020

Begrüßung und Eröffnung Rede Dr. Giorgio Taborri, Generalkonsul der Republik Italien Rede Harald Jessen, CFO Bauer Media Group. Rede Lisa Hellriegel, Susanne Wald und Jonas Jakubowski, Initiative Dessauer Ufer und Arbeitsgemeinschaft Neuengamme Rede Gabi Dobusch, Vorsitzende Kulturausschuss und Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft Rede Berthold Bose, ver.di-Landesleiter Hamburg Rede Dott. Giuseppe Scigliano Rede Lars Reissmann, AK…

80 Teilnehmer bei der Kundgebung

An der heutigen Kundgebung zur Erinnerung an die Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte im Kontorhausviertel vor der Burchardstraße 11 nahmen 80 Personen teil. Aus verschiedenen Perspektiven wurde den NS-Opfer Respekt gezollt und die Frage nach der Verantwortung für heute gestellt. In einem Grußwort des Kultursenators und Redebeiträgen unter anderem aus der Hamburgischen Bürgerschaft, des Italienischen Generalkonsuls…

Grußwort von Kultursenator Brosda

Das mahnende „NIE WIEDER“ in Erinnerung an die Verbrechen der NS-Herrschaft ist uns eine große Verpflichtung. Dabei ist es immer wieder wichtig, Orte zu markieren, an denen in unserer Stadt Menschen Opfer von NS-Verbrechen wurden. Dies betrifft auch ganz besonders Orte, an denen Zwangsarbeiter unfassbares Leid erleiden mussten. Ein solcher Ort befand sich auch hier…

Die drei Zwangsarbeitslager im Kontorhausviertel

Bis Dezember 1943 wurden drei Zwangsarbeitslager für italienische Mililitärinternierte im Kontorhausviertel eingerichtet. In der Schützenpforte 11 (1), Burchardstraße 1 (2) und Marschländer Straße 11 (3).

Entschädigung (auch) der italienischen Militärinternierten

Im Zweiten Weltkrieg waren NS-Deutschland und das faschistische Italien zunächst Bündnispartner. Am 8. September 1943 trat Italien aus dem Bündnis aus. Die deutsche Wehrmacht nahm daraufhin die italienischen Soldaten und Offiziere gefangen. Etwa 650.000 Italiener wurden in das Deutsche Reich und in die besetzten Gebiete transportiert. Mit der Gründung der Repubblica Sociale Italiana (RSI) 1944…

Menschenverachtend und beschämend

Die Hamburger Morgenpost greift in ihrer akutellen Sonnabend-Ausgabe auch noch einmal die kommende Kundgebung im Kontorhausviertel auf, die an die italienischen Militärinternierten und ihre Opfer in der NS-Zeit erinnern will. Eines der eingerichteten Zwangsarbeitslager war auch im Verlagshaus der heutigen Bauer Media Group. Es war vom Arbeitsamt für die Zwecke der Internierung umgewandelt worden. „Nach…

“Kontorhaus Journal” informiert über Kundgebung

Das Magazin “Kontorhaus Journal – Rund um das Kontorhausviertel” informiert in ihrer aktuellen Ausgabe 3/2020 auch über den “Tag des offenen Denkmals 2020” mit seinen über hundert Veranstaltungen in Hamburg. In der Altstadt gibt es Angebote u.a. am Domplatz oder dem Chile-Haus. Ebenfalls in der Ausgabe wird der Aufruf zur Kundgebung am 8. September 2020…

Was wurde nach 1945 mit dem Zwangsarbeitslager?

Das Zwangsarbeitslager im Heinrich Bauer Haus in der Schützenpforte 11 war ein Lager, dass von der DAF verwaltet wurde. Die Nazis suchten 1943 in Hamburg Unterkünfte für rund 12.000 italienische Militärinternierte. Das Lager im Heinrich Bauer Haus wurde am 23. Dezember 1943 mit 265 italienischen Gefangenen belegt. Am 3. Mai 1945 wurde Deutschland befreit und…

Presse-Info zur Kundgebung am 8. September 2020 im Kontorhausviertel

Am 8. September 2020, um 17:30h, rufen verschiedene Hamburger Initiativen zu einer Kundgebung im Kontorhausviertel vor der Burchardstraße 11 auf. Anlässlich des Jahrestags des Waffenstillstands zwischen Italien und den Alliierten am 8.9.1943 erinnern die Initiativen an die italienischen Militärinternierten, die infolge des Waffenstillstands zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden. Mindestens 1.500 von ihnen waren von…

Wer bezahlte die Miete für das Lager?

Das Reichsleistungsgesetz sollte die Nazis in die Lage versetzen, zwangsweise Räume zu beschlagnahmen zu können, um dort Militärs, Polizei oder Zwangsarbeiter unterzubringen. Das Gesetz umfasste sowohl Mietwohnungen und Gewerberäume.

700 Namen italienischer Militärinternierter aus der Schützenpforte 11

Das Zwangsarbeitslager in der Schützenpforte 11/Burchardstraße 11 wurde ab Dezember 1943 mit italienischen Militärinternierten belegt. In der Zeit vom 23. Dezember 1943 bis zum 3. Mai 1945 waren hier nach jüngsten Rechercheren 700 italienische Militärinternierte untergebracht. Nach der Befreiung Deutschlands im Mai 1945 wurden die italienischen Soldaten über die Jungiuswiese (Dammtor) wieder in die Heimat…

Zwangsarbeitslager im Heinrich-Bauer-Haus

Ab September 1943 wurden über 12.000 italienische Kriegsgefangene nach Hamburg deportiert, um als Zwangsarbeiter eingesetzt zu werden. Dafür wurden Massen-Gemeinschaftslager eingerichtet. Man benötigte sie für die Rüstungsproduktion, setzte sie als Pfleger in Krankenhäusern ein, zur Räumung von Verkehrswegen und zur Versorgung der Hamburger Bevölkerung oder zur Aufrechterhaltung verschiedener Produktionsstätten, insbesondere der Kriegsproduktion. Es fehlte an…

ZEIT-Hamburg zum Zwangsarbeitslager in der Schützenpforte 11

Die Hamburg-Ausgabe der ZEIT beschäftigt sich in ihrer Ausgabe vom 27. August 2020 mit den Thema der Zwangsarbeitslager im Hamburger Kontorhausviertel. Es wird auf das kurze Leben von Emilio Bova eingegangen, der mit nur 20 Jahren in Hamburg 1944 starb. “Bova hatte als einfacher Soldat in der italienischen Armee gedient. Dann nahmen ihn die Deutschen…

Warum findet die Kundgebung am 8. September 2020 im Kontorhausviertel statt?

In Hamburg wurden zwischen September 1943 und Mai 1945 tausende italienische Militärinternierte zur Arbeit gezwungen. Als Soldaten waren sie von der deutschen Wehrmacht im Herbst 1943 nach Deutschland verschleppt. Warum soll gerade am 8. September 2020 an sie erinnert werden und warum im Kontorhausviertel? Warum im Kontorhausviertel? Bezogen auf das Kontorhausviertel wurden hier zwei große…

Der Weg über das Kriegsgefangenen-Lager Sandbostel ins Kontorhausviertel

Der Weg italienischen Militärinternierten nach ihrer Gefangennahme durch die deutsche Wehrmacht im September 1943 führte sie in Kriegsgefangenen-Stammlager (Stalag). Eines davon war in Sandbostel in Niedersachsen, in der Nähe von Bremervörde. Es war eines von 222 sogenannten Stammlager in Nazi-Deutschland. „Die Stammlager dienten als Durchgangsstationen für Kriegsgefangene in den Arbeitseinsatz in der Kriegswirtschaft, in Außenkommandos,…

Heute Oberbaumbrücke – 1945 Marschländer Straße

Haben Sie sich schon einmal damit befasst, wie das Unternehmen, für das Sie tätig sind oder einmal waren, in der NS-Zeit agierte und wie es damals rund um Ihre heutige Arbeitsstelle ausgesehen hat? Wie groß war die Zerstörung der Gebäude im Kontohausviertel und im damaligen Freihafen? Was war hier los Anfang der 1940er Jahre? Als…

Erminio Fusa, Antonio Morello und Emilio Bova – drei Opfer aus dem Zwangsarbeitslager im Kontorhausviertel

Im Hamburger Kontorhausviertel wurden ab 1943 drei große Zwangsarbeiterlager für italienische Militärinternierte eingerichtet. Die Lager waren dicht an den Einsatzorten gewählt, sei es im Hafen, zur Schuttbeseitigung oder zum wegräumen der Leichen. Im Lager in der Schützenpforte 11/Burchardstraße 11 waren Übernachtungsplätze für 250 Personen geschaffen worden. In der gesamtem Zeit von 1943 bis 1945 lebten…

Aufruf zur Kundgebung am 8. September 2020

Erinnern an NS-Zwangsarbeit im Hamburger Kontorhausviertel Zwangsarbeit in Hamburg – das Thema ist erst viele Jahrzehnte nach Kriegsende als Teil nationalsozialistischer Kriegsverbrechen in den Fokus gerückt. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden hunderttausende Zivilist_innen und Kriegsgefangene aus dem besetzten Europa nach Hamburg verschleppt. Zur Gruppe der Zwangsarbeiter_innen zählten auch KZ-Häftlinge. Alle von ihnen wurden zur…

Video zur Kundgebung am 8. September 2020

Am 8. September 2020 findet vor der Burchardstraße 11 um 17 Uhr eine Kundgebung statt, die an die drei Zwangsarbeiterlager für die italienischen Militärinternierten im Hamburger Kontorhausviertel erinnern soll. Am 8. September 1943 schloss Deutschlands ehemaliger Verbündeter Italien einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Darauf hin deportierte die Wehrmacht Hunderttausende italienische Soldaten als „Italienische Militärinternierte“ (IMI)…